Simmentaler Rinderfilet – zartes Filet vom Fleckvieh
Das Simmentaler Rinderfilet zählt zu den feinsten Teilstücken des Rindes: ein langer, feinfaseriger Muskel mit sehr wenig Bindegewebe, der kurz gebraten, im Ofen oder sous-vide gegart besonders zart bleibt. Bei Kreutzers bekommst du das Filet vom Simmentaler Rind in mehreren Größen, vom 200-g-Stück für ein einzelnes Filetsteak bis zum 2-kg-Stück für Braten und größere Runden.
Simmentaler ist eine traditionsreiche Rinderrasse, die ursprünglich aus dem Simmental im Berner Oberland stammt. In Deutschland ist sie vor allem unter dem Namen Fleckvieh bekannt. Als klassische Zweinutzungsrasse wird sie sowohl für Milch als auch für Fleisch gehalten. Wie fein die Marmorierung des Filets ausfällt, kann je nach Tier und Stück variieren.
Was macht Rinderfilet so besonders?
Das Filet liegt im hinteren Rückenbereich an der Innenseite der Lendenwirbel. Regional wird es auch Lende, Lendenbraten oder Mürbebraten genannt, in Österreich Lungenbraten und im Englischen Tenderloin. Da dieser Muskel kaum beansprucht wird, ist er besonders zart. Gleichzeitig macht er nur einen kleinen Teil des gesamten Tieres aus, was den höheren Preis gegenüber anderen Cuts erklärt.
Ein ganzes Filet lässt sich grob in drei Abschnitte gliedern:
| Abschnitt | Eigenschaften | Typische Verwendung |
| Filetkopf | dickes Ende, unregelmäßiger geformt | Filetsteaks, Medaillons, Fondue |
| Mittelstück | gleichmäßig dick | Chateaubriand, Filetsteaks, Filet Wellington |
| Filetspitze | schmal auslaufend | Geschnetzeltes, Stroganoff, Pfannengerichte |
Welche Größe passt zu deinem Anlass?
- 200 g: ein Filetsteak für eine Person
- 800 g Mittelstück: gleichmäßig dick und dadurch ideal für Chateaubriand, Filet Wellington oder mehrere gleich große Filetsteaks
- 1.000 g und 2.000 g: für Braten am Stück, mehrere Steaks oder größere Runden – je nach Bedarf kannst du das Fleisch selbst in Steaks, Medaillons und Geschnetzeltes aufteilen
Beim Mittelstück hat der gleichmäßige Querschnitt einen praktischen Vorteil: Alle Steaks haben ungefähr dieselbe Dicke und erreichen ihren Garpunkt gleichzeitig.
Simmentaler Rinderfilet richtig zubereiten
Für Filetsteaks nimmst du das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank, tupfst es trocken und brätst es in einer sehr heißen Pfanne oder auf dem Grill rundum kräftig an. Danach lässt du es bei indirekter Hitze oder im Ofen bei moderater Temperatur gar ziehen.
Für Rinderfilet am Stück eignet sich das Rückwärtsgaren: Das Filet gart zuerst bei niedriger Ofentemperatur gleichmäßig bis kurz vor die gewünschte Kerntemperatur und wird erst zum Schluss scharf angebraten. Auch sous-vide gelingt das Filet sehr gleichmäßig.
Weil die Garzeit von Dicke, Gewicht, Ausgangstemperatur und Hitzequelle abhängt, orientierst du dich am besten an einem Fleischthermometer statt an der Uhr. Als Richtwerte für die Kerntemperatur gelten:
- Rare: ca. 48–52 °C
- Medium rare: ca. 54–56 °C
- Medium: ca. 57–60 °C
Lass das Filet nach dem Garen einige Minuten ruhen – die Kerntemperatur steigt dabei meist noch leicht an. Dazu passen eine kräftige Rotweinjus oder Sauce Béarnaise aus unseren Saucen & Brühen sowie grobes Salz und frisch gemahlener Pfeffer aus der Auswahl an Gewürzen. Ideen für Filet Wellington und Co. findest du in unseren Rezepten.
Simmentaler Rinderfilet online kaufen
Ob einzelnes Filetsteak, gleichmäßiges Mittelstück für Chateaubriand oder ein größeres Stück für den Festtagsbraten: Das Simmentaler Filet lässt sich flexibel portionieren und vielseitig zubereiten. Wenn du Filets verschiedener Rassen und Herkünfte vergleichen möchtest, findest du weitere Varianten in unserer Auswahl an Rinderfilet. Andere Cuts für Pfanne und Grill gibt es bei unseren Steaks.
Häufige Fragen zum Simmentaler Rinderfilet
Ist Simmentaler dasselbe wie Fleckvieh?
Das deutsche Fleckvieh geht auf das Simmentaler Rind aus der Schweiz zurück. Im deutschsprachigen Raum werden beide Bezeichnungen häufig synonym verwendet, international ist meist von Simmental bzw. Simmentaler die Rede.
Ist Chateaubriand dasselbe wie Rinderfilet?
Nicht ganz. Chateaubriand ist ein besonders dickes Steak aus dem Mittelstück des Filets, das meist für zwei Personen am Stück gegart und anschließend aufgeschnitten wird. Mit dem 800-g-Mittelstück kannst du es dir selbst zuschneiden.
Wie viel Rinderfilet rechnet man pro Person?
Als Hauptgericht werden je nach Beilagen meist etwa 150 bis 250 g pro Person eingeplant. Bei mehreren Gängen oder reichhaltigen Beilagen reicht oft die kleinere Menge.
Muss ich das Filet vor dem Braten parieren?
Falls noch Silberhaut oder Fettauflagen vorhanden sind, solltest du sie mit einem scharfen Messer entfernen. Die Silberhaut zieht sich beim Braten zusammen und kann das Fleisch verformen.
Wie lagere ich das Rinderfilet nach der Lieferung?
Lagere das Filet ungeöffnet im Kühlschrank und beachte das Datum auf der Verpackung. Weitere Hinweise findest du auf unserer Seite zur Haltbarkeit.